Ifo-Umfrage: Übertriebener Optimismus?

Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich im Dezember weiter verbessert. Das zeigt die aktuelle Umfrage des ifo-Instituts. Vor allem die Geschäftserwartungen der Unternehmen für die kommenden Monate sind weiter angestiegen und stehen nun auf dem höchsten Stand seit fast drei Jahren.

Gestern hatte bereits die Umfrage des ZEW auf ausgesprochen positive Konjunkturerwartungen der Finanzmarktteilnehmer hingedeutet. Die günstigen Umfrageergebnisse stehen derzeit allerdings in einem gewissen Kontrast zu den aktuell eher durchwachsenen „harten“ Wirtschaftsdaten. So war die Industrieproduktion in September und Oktober rückläufig, und die Auftragseingänge zeigten sich zuletzt schwach. Die Einzelhandelsumsätze treten derzeit auch auf der Stelle. Ist die aktuelle Stimmung also „zu gut“ für die Lage, oder nimmt sie vielmehr einen kommenden Aufschwung vorweg?

Aus unserer Sicht gibt es eine Reihe von Gründen, warum die Zuversicht der Unternehmen gerechtfertigt sein sollte. Aus fundamentaler Sicht spricht vieles für eine bevorstehende Belebung der deutschen Konjunktur. Die Rezession im Euro-Raum ist ausgelaufen, auch in den Krisenländern stabilisiert sich die Wirtschaft. Das hilft den deutschen Exporteuren. Das Finanzierungsumfeld für die deutschen Unternehmen ist ausgesprochen günstig, das sollte die Investitionen wieder beleben. Und schließlich sorgen niedrige Arbeitslosigkeit und steigende Einkommen für ein sehr gutes Konsumklima.

Es gibt also genügend Gründe für Zuversicht, dass es sich bei den guten Umfrageergebnissen nicht um eine „Stimmungsblase“, sondern um die Vorboten einer konjunkturellen Beschleunigung im Jahr 2014 handelt.

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