Jahreswechsel 2013/14: Euro auf der Sonnenseite – aber nicht mehr lange!

Der Gewinner des Jahres 2013 ist ohne Wenn und Aber: Der Euro! So konnte die Gemeinschaftswährung gegenüber allen G10-Währungen sowie den bedeutenden Schwellenländerwährungen seit Jahresbeginn Boden gutmachen. Unter den Verlierern der letzten zwölf Monate finden sich insbesondere der Yen und der Australische Dollar. Gegenüber dem Euro gaben beide Währungen um über 20% nach. Mit knapp 27% die größten Verluste verzeichnete der Südafrikanische Rand. Gut behauptet haben sich im internationalen Vergleich hingegen der Franken sowie der Rumänische Leu. So liegen beide Landeswährungen derzeit nur knapp unterhalb des Niveaus von Anfang 2013.

Zu gemütlich sollte es sich der Euro auf der Gewinnerstraße unterdessen nicht machen, dürfte sich das Bild an den Devisenmärkten mit Blick auf 2014 doch spürbar wandeln. So werden fundamentale Faktoren und die geldpolitische Ausrichtung in den verschiedenen Währungsräumen im Verlauf des nächsten Jahres an Bedeutung gewinnen – und hier hat der Euroraum mit einem erwarteten Wachstum von gerade einmal 1,2% und einer weiterhin sehr expansiven Notenbank wenig zu bieten. Ganz im Gegensatz zu Ländern wie den USA und Großbritannien, wo sich ein robuster konjunktureller Aufschwung und die Aussicht auf weniger expansive Zentralbanken bereits heute abzeichnen. Darüber hinaus sollten die Wachstumsraten in den meisten Schwellenländern wieder deutlich anziehen und vor dem Hintergrund eines verbesserten globalen Sentiments an Attraktivität gewinnen. Für den Euro gilt zur diesjährigen Weihnachtszeit demnach das Motto: Die letzten (knapp) zwei Wochen des Jahres 2013 genießen und dann für 2014 richtig warm anziehen!

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