Offizielle Devisenreserven – Ein Update zur jüngsten Entwicklung

Die jüngst veröffentlichten Daten zur offiziellen Reservehaltung deuten darauf hin, dass der Anteil der US-Dollar-Reserven in den ersten drei Quartalen des Jahres 2013 konstant war und nur geringfügig von 61,6% zu Jahresbeginn auf 61,4% Ende September zurückging. Der Anteil des Euro hat sich dagegen leicht von 24,1% auf 23,6% reduziert, während die Allokation beim Britischen Pfund, Japanischen Yen und Schweizer Franken weitgehend unverändert blieb. Die Allokation in andere Währungen, die in den letzten Jahren stetig gestiegen war, ging im dritten Quartal etwas zurück. Insgesamt belegen die Daten klare Trends: 1) Die globalen Devisenreserven wachsen jetzt weitaus langsamer als in den Jahren zuvor. 2) Die Nachfrage nach US-Staatsanleihen von offizieller Seite ist stark rückläufig. 3) Auch wenn die Zentralbanken nach wie vor hohe Bestände in US-Dollar halten, so besteht doch auch ein erhebliches Interesse an einer Diversifizierung in andere Währungen.

Ob diese Trends anhalten, hängt natürlich vor allem vom Konjunkturverlauf in den USA und damit der Entwicklung des US-Dollars ab. Doch auch wenn die US-Konjunktur und der Dollar unsere optimistischen Erwartungen erfüllen sollten, ist es zweifelhaft, ob die Zentralbanken sich wieder auf ihre vormalige Herangehensweise – das heißt nahezu ausschließliche Orientierung am US-Dollar und am amerikanischen Treasury-Markt – besinnen werden. Die mit dieser Strategie einhergehenden Risiken sind in den letzten paar Jahren überaus klar zu Tage getreten und ihre Folgen sind in absehbarer Zeit nicht gänzlich zu überwinden.

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