Konsum rettet 2013 das Wachstum in Deutschland

Nur aufgrund des lebhaften privaten und staatlichen Konsums ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr an einer Stagnation oder sogar einem Rückgang vorbeigeschrammt. Die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ist aber mit 0,4 Prozent noch einmal schwächer ausgefallen als 2012. Positiv ist zu verbuchen, dass sich die Konjunktur im Laufe des vergangenen Jahres – nach einem sehr schwachen Start – gefangen hat und sich seit dem Frühjahr deutliche Anzeichen einer Belebung zeigen.

Außenhandel und Unternehmensinvestitionen haben 2013 das Wachstum in Deutschland gebremst, die dämpfenden Effekte der Euro-Krise waren weiterhin sichtbar. Eine gute Arbeitsmarktentwicklung hat aber die Einkommen der Haushalte steigen lassen und eine robuste Konsumkonjunktur ermöglicht. Zu laufenden Preisen gaben die Verbraucher im letzten Jahr 2,5 Prozent mehr aus. Damit stiegen die Ausgaben erneut etwas stärker als die verfügbaren Einkommen (+2,1 Prozent), so dass die Sparquote von 10,3 Prozent im Jahr 2012 auf 10,0 Prozent zurückging.

Anders als im Vorjahr ist der deutsche Staatshaushalt 2013 wieder leicht ins Minus gerutscht. Die Ausgaben lagen um 1,7 Mrd. Euro höher als die Einnahmen, das entspricht einem Defizit von 0,1 Prozent des BIP. Das nur geringe Defizit ermöglichte – relativ zur Wirtschaftsleistung – eine Rückführung des staatlichen Schuldenstandes auf 79,6 Prozent des BIP. Die deutsche Schuldenstandsquote liegt damit erstmals seit 2009 wieder unterhalb der 80-Prozent-Marke. Im Maastricht-Vertrag ist für die Staatsverschuldung allerdings eine Obergrenze von 60 Prozent vorgesehen.

Zu Jahresbeginn 2014 deutet sich in Deutschland eine weitere Besserung der Konjunkturperspektiven an. So blicken die Unternehmen sehr zuversichtlich auf die Entwicklung der kommenden Monate, wie sich etwa in der ifo-Umfrage zum Geschäftsklima zeigt. Wir rechnen für das Jahr 2014 bei weiterhin robustem privaten Konsum mit einem gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 2,3 Prozent.

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