Geldpolitisches Geschehen dominiert weiterhin den Devisenmarkt

Die Fed hat ihr Tapering-Programm begonnen, steht aber mit diesem Kurs (noch) alleine da. Anderenorts wird fleißig an weiteren expansiven Maßnahmen gearbeitet. So wird in der kommenden Woche die Ungarische Nationalbank ihren Leitzins nochmals senken, und auch in Kanada gibt es Spekulationen über eine mögliche Zinssenkung. Die Bank of Japan sollte ihren gewählten Kurs in der kommenden Woche zwar „nur“ bestätigen, aber auch hier stehen die Vorzeichen klar auf weiterer Expansion. Ähnlich verhält es sich mit der EZB.

Vor diesem Hintergrund ist es wenig überraschend, dass die Korrelationen zwischen Währungen und Zinsen wieder deutlich angestiegen sind beziehunsweise auf hohen Niveaus verbleiben. So steht die Korrelation zwischen EUR/USD und dem Zwei-Jahres-Zinsspread momentan bei 0,70, für USD/CAD steht sie bei 0,72 und für USD/JPY sogar bei 0,84. Was Japan betrifft, haben steigende US-Zinsen den Spread in den vergangenen Wochen auf 30-35 Basispunkte ausgeweitet und damit auf das höchste Niveau seit September des vergangenen Jahres. Der Zwei-Jahres-Spread zwischen USA und Kanada wiederum steht auf den niedrigsten Ständen seit Sommer 2012. Der Bund-Treasury Spread rangierte in den vergangenen Wochen um die 20 Basispunkte, und auch wenn dies kaum rekordverdächtige Niveaus sind, so ist der Spread damit weiter als er es seit Mitte Dezember letzten Jahres war.

Im Gleichschritt mit diesen Spreadbewegungen haben sowohl der Euro als auch der Yen und der Kanadische Dollar merklich an Wert verloren. Geldpolitische Veränderungen dominieren also weiterhin das Geschehen am Devisenmarkt.

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