Einkaufsmanager im Januar: Konjunktur im Euro-Raum gefestigt, Frankreich weiter schwach

Die Konjunkturentwicklung in Deutschland und im Währungsraum ist zum Beginn des ersten Quartals 2014 erfreulich gut gestartet. Dies zeigen die vorläufigen Ergebnisse der Befragung der Einkaufsmanager für den Euro-Raum im Januar. Während die Aktivität in der privaten gewerblichen Wirtschaft im Euro-Raum und insbesondere in Deutschland weiter zulegt, läuft die Entwicklung in Frankreich dem Rest der Währungsgemeinschaft hinterher.

Der Gesamtindex für den Euro-Raum, gebildet aus Indizes der beiden Teilbereiche Industrie und Dienstleistungen, stieg von 52,1 auf 53,2 Indexpunkte. Er verbleibt den siebten Monat in Folge über der neutralen Marke von 50 Punkten, ab der eine Ausweitung der Produktion in der privaten gewerblichen Wirtschaft signalisiert wird. Sowohl die Aktivität bei den Dienstleistern als auch im Industriebereich legt deutlich zu. Auf Basis dieser Daten kann von einer Fortsetzung der konjunkturellen Erholung ausgegangen werden.

In Deutschland stieg der Gesamtindex um 0,9 Punkte auf 55,9 Indexpunkte und notiert damit so hoch wie seit 31 Monaten nicht mehr. Während die Stimmung bei den Dienstleistern nur geringfügig zulegte, stieg der Index für die Industrie um zwei auf 56 Indexpunkte. Beide Teilbereiche bewegen sich  deutlich oberhalb der Marke von 50 Indexpunkten. Damit dürfte Deutschland weiter die führende Konjunkturlokomotive des Währungsgebiets bleiben.

In Frankreich bleibt die Stimmung dagegen äußerst verhalten. Die französischen Einkaufsmanager bewerten die Situation zwar nicht mehr so pessimistisch wie zuvor. Der Gesamtindex stieg von 47,3 auf 48,5 Punkte. Trotz der Verbesserung bleibt der Index den dritten Monat in Folge unterhalb der neutralen Marke von 50 Punkten. Sowohl der Dienstleistungsbereich als auch der Industriesektor verzeichneten leichte Verbesserungen, bleiben aber im kontraktiven Bereich. Neugeschäfte und Beschäftigung sinken noch, wenn auch in vermindertem Tempo. Die Schere zwischen Frankreich und Deutschland hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung öffnet sich weiter.

Artikel bewerten


Vielen Dank für Ihre Wertung. Ihre Wertung:
Aktuell ist noch keine Bewertung vorhanden. Seien Sie der Erste! Aktuelle durchschnittliche Bewertung des Artikels: 0

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *