Kursverluste in Emerging Markets – Für Schnäppchenkäufe noch zu früh

An den Börsen geht momentan die Angst um vor einem Flächenbrand in den Emerging Markets wie zuletzt während der asiatischen Währungskrise 1997. Unseres Erachtens greift diese Denkweise jedoch zu kurz. Unter den Schwellenländern gibt es gesündere und weniger gesunde Länder. Das sind prinzipiell keine neuen Erkenntnisse. Jedoch konnten sich die Aktienmärkte der Industrieländer bis zuletzt erfolgreich gegen den Abwärtssog verschiedener Emerging Markets wehren und im Januar sogar ihre langjährige Aufwärtsbewegung beschleunigen. Erst in der vergangenen Woche kam es erstmalig zu fallenden Aktienkursen. Diese waren aus unserer Sicht auch gerechtfertigt, denn die große Euphorie hinsichtlich der Zukunftsaussichten an den Aktienmärkten war zuletzt ein Warnsignal. Dieses hatte unter anderem dazu geführt, dass wir in der Vorwoche bei einem DAX-Stand von rund 9.700 Punkten die Aktienquote über Veräußerungen des DAX und des Stoxx 600 abgebaut hatten.

Mit Blick auf die kommenden Wochen heißt es geduldig abzuwarten. Auf der Verkaufsseite sollten panische Aktionen vermieden werden. Für Schnäppchenkäufe in den Emerging Markets hingegen ist es aus unserer Sicht noch zu früh. Bis sich die Großwetterlage in diesen Märkten aufklärt, dürfte noch einige Zeit vergehen. Zudem muss hier in den kommenden Wochen stark differenziert werden. In den Industrieländern dürfte die begonnene Konsolidierung bei DAX & Co noch einige Zeit fortsetzen. Der Kursverlust von sechs Prozent während der vergangenen zehn Handelstage ändert nichts an der weiterhin sehr ambitionierten Bewertung der Aktienmärkte.

 

 

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