US-Arbeitsmarkt trotzte dem Winterwetter, Arbeitslosenquote allerdings leicht erhöht

Die Erholung am US-Arbeitsmarkt trotzte im Februar den widrigen Wetterverhältnissen, dies zeigt der heute veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht. Die Beschäftigungsdynamik nahm bei teilweise immer noch erheblichen klimatischen Belastungen den zweiten Monat in Folge Fahrt auf, so dass landesweit 175.000 neue Stellen geschaffen wurden. Im Dezember hatte sich mit dem ersten Wintereinbruch der Stellenaufbau deutlich auf nur noch 84.000 Stellen verlangsamt. Im Januar zeigte sich mit einem Stellenplus von 129.000 zwar bereits eine Beschleunigung, dennoch hielten die eisigen Temperaturen auch da den Arbeitsmarkt noch im Griff und verhinderten eine stärkere Dynamik.

Der Stellenaufbau im Februar wurde wirtschaftlich von einer breiten Basis getragen. So konnte die Industrie den siebten Monat in Folge die Beschäftigtenzahl erhöhen und auch der stark witterungsabhängige Bau verzeichnete ein leichtes Plus. Mit 140.000 neuen Arbeitsplätzen lieferte allerdings der Dienstleistungssektor erneut den stärksten Impuls. Damit näherten sich die Dienstleister bereits wieder sichtbar an die vor der Winter-Delle herrschende Beschäftigungsdynamik an. Die Zahl der im öffentlichen Dienst Beschäftigten lieferte erstmals seit September einen Stellenaufbau im niedrigen zweistelligen Bereich, der Abbau vom Januar konnte damit jedoch nicht ausgeglichen werden. Einen sichtbaren Hinweis auf die anhaltende Entspannung am Arbeitsmarkt gibt auch der erneute Rückgang bei der Zahl der entmutigten Arbeitssuchenden: Mit nur 755.000 Personen war die Zahl der Personen, die dem Arbeitsmarkt den Rücken kehrten, so niedrig wie zuletzt im September 2009.

Trotz der allmählichen Rückkehr der Beschäftigungsdynamik zur „vorwinterlichen Normalität“ wurde bei der Arbeitslosenquote im Februar ein leichter Anstieg von 6,6 auf 6,7 Prozent registriert. Eine wirklich schlechte Nachricht ist dies für diesen wichtigen Indikator für die amerikanische Geldpolitik jedoch nicht. War die Arbeitslosenquote im Januar doch nach einem stetigen Rückgang auf den niedrigsten Wert seit mehr als fünf Jahren gefallen.

Die jüngsten Daten zum US-Arbeitsmarkt dürften die Besorgnis über die Erholung der US-Wirtschaft etwas besänftigt haben. Hatte doch das durchwachsene Bild, das die konjunkturellen Frühindikatoren in den letzten Wochen geliefert hatten, teilweise ernste Zweifel an der Robustheit des Erholungsprozesses aufkommen lassen. Wir rechnen weiterhin durch Nachholeffekte im Frühjahr mit einer deutlichen Belebung der Arbeitsmarktdynamik.

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