Zloty und Co. leiden unter der Krim-Krise

Die anhaltende und jüngst sogar noch zugespitzte Krise in der Ukraine lastet schwer auf den osteuropäischen Währungen wie dem polnischen Zloty und dem ungarischen Forint. Angesichts der geografischen Nähe zur Ukraine sowie der hohen Energieimporte ist die Schwäche von Zloty und Co. verständlich. In dem momentan von Unsicherheit geprägten Umfeld wurden die zuletzt sowohl in Polen als auch in Ungarn überraschend erfreulich ausgefallenen Wirtschaftsdaten vom Markt nicht wahrgenommen. Lediglich die tschechische Krone kann von den momentanen Entwicklungen etwas profitieren, wird sie doch einmal mehr ihrem Ruf als sicherer Hafen Osteuropas gerecht. Dass Tschechien als Hort der Stabilität gefragt ist, zeigt auch der Blick auf die Entwicklung der Renditen der dortigen zehnjährigen Staatsanleihen, welche jüngst auf den niedrigsten Stand seit Sommer 2013 gefallen sind. Auch wenn sich das Sentiment momentan gegen den Zloty und den Forint verschworen hat, halten wir dennoch an unserem mittelfristig positiven Ausblick für diese beiden Währungen fest. So gehen wir doch davon aus, dass es in der Krim-Krise letztendlich zu keiner weiteren Eskalationsstufe, sprich zu keinem offenen militärischen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine kommen wird. Dies dürfte den Fokus des Marktes allmählich wieder auf die Fundamentaldaten lenken und Zloty und Co. unter die Arme greifen. Neben der weiter an Kontur gewinnenden Konjunkturerholung ist auch die auf Jahressicht in beiden Ländern erwartete erste Leitzinserhöhung als Pluspunkt für die dortigen Währungen zu nennen.

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