Deutlicher Frühjahrsaufschwung am US-Arbeitsmarkt

Im April hat die Beschäftigungsdynamik am US-Arbeitsmarkt weiter deutlich zugelegt, das zeigen die aktuell veröffentlichten Daten: Mit 288.000 neuen Stellen entstanden so viele neue Arbeitsplätze wie zuletzt im Januar 2012. Dass diese deutliche Belebung nicht nur allein auf Nachholeffekten in Folge der winterlichen Beeinträchtigungen in den Vormonaten beruht, zeigt die Aufwärtsrevision des Stellenaufbaus im Februar und März. Auch in diesen Monaten wurden jeweils mehr als 200.000 neue Stellen geschaffen. Die jüngsten Arbeitsmarktdaten belegen, dass der Erholungsprozess weiter intakt ist. Durch den zunächst gemeldeten schwächeren Stellenaufbau in den vergangenen Monaten und die nicht weiter rückläufige Arbeitslosenquote waren hieran Zweifel aufgekommen. So war doch der Abwärtstrend bei der Arbeitslosenquote im ersten Quartal zum Stillstand gekommen. Dafür war allerdings unter anderem die Tatsache verantwortlich, dass zu Jahresbeginn viele Arbeitslose als Suchende auf den Arbeitsmarkt zurückkehrten. Eine Ursache hierfür war das Auslaufen des verlängerten Bezugs von finanzieller Unterstützung für Langzeitarbeitslose, ein anderer die Rückkehr von zuvor entmutigten Arbeitssuchenden. Da dieser Effekt im April kaum noch Einfluss hatte, ging die Arbeitslosenquote sichtbar von 6,7 auf 6,3 Prozent zurück. Die Zahl der Arbeitslosen sackte in den Vereinigten Staaten erstmals seit September 2008 unter die Marke von 10 Millionen.

Nahezu alle Wirtschaftsbereiche lieferten im April einen Beitrag zur weiteren Erholung am Arbeitsmarkt: Allein in der privaten Wirtschaft wurden 273.000 Personen eingestellt. Aber auch im öffentlichen Sektor stieg die Zahl der Beschäftigten leicht um 15.000 an. Der Industriesektor setzte seinen moderaten Aufwärtstrend fort und verzeichnete 12.000 neue Stellen. Von den milderen Temperaturen profitierte ganz offensichtlich die Bauwirtschaft, dort wurden allein 32.000 Arbeitskräfte eingestellt. Immerhin erreichte der US-Arbeitsmarkt damit einen Etappensieg, die Zahl der Beschäftigten kletterte auf 138,2 Millionen und erreichte damit das Vorkrisenniveau von Anfang 2008.

Nach den vor wenigen Tagen veröffentlichten schwachen Zahlen zur Entwicklung der US-Wirtschaft im ersten Quartal zeigen die heutigen Zahlen, dass der Erholungsprozess in den Vereinigten Staaten weiter in Gang ist. Die hohe Beschäftigungsdynamik nährt die Hoffnung auf kräftiges Wirtschaftswachstum im laufenden Quartal. Ein starker Impuls sollte dann von der Bau- und Immobilienwirtschaft sowie der Industrie ausgehen.

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