Der Rubel im Spannungsfeld der Ukraine-Krise

Trotz der brisanten Lage in der Ukraine zeigt sich, dass Investoren in Erwartung von direkten Gesprächen zwischen allen Konfliktparteien Mut fassen. Eigentlich stieg nach dem Wochenende die Gefahr, dass sich das Schicksal der Krim wiederholen könnte. So hat die selbst ernannte „Volksrepublik Donezk“ nach dem prorussischen Referendum um einen Anschluss an Russland gebeten.

Moskaus Erklärung, die Referenden zu respektieren, deutete eigentlich darauf hin, dass die Lage eskalieren könnte. Aber der von der OSZE initiierte nationale Dialog zur Beilegung der Krise wird von Russland unterstützt. Das Risiko eines Bürgerkrieges oder eines militärischen Eingreifens Russland – was harte Wirtschaftssanktionen zur Folge hätte – scheint zu sinken, obwohl beim ersten runden Tisch am Mittwoch noch keine Vertreter prorussischer Separatisten teilnahmen. Die fallende Risikoprämie spiegelt sich in der Aufwertung der russischen Währung wider, die in den letzten Tagen gegenüber Euro und US-Dollar auf den höchsten Stand seit drei Monaten gestiegen ist. Der wichtigste Termin für die Lösung der Ukraine-Krise ist aber die Präsidentenwahl am 25.5. Daher ist es noch zu früh, von einer Trendwende zu sprechen.

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