Ifo-Geschäftsklima: Verregnete Stimmung im Mai

Das Geschäftsklima in Deutschland hat im Mai gemäß der aktuellen ifo-Umfrage wieder einen Dämpfer hinnehmen müssen. Der Optimismus der Unternehmenslenker in Bezug auf eine Fortsetzung des kräftigen Konjunkturaufschwungs scheint allmählich etwas abzubröckeln. Die positiven Ergebnisse aus dem April stellen sich nun doch als Zwischenhoch dar; im Mai ist der Geschäftsklimaindex auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2013 gesunken. Dabei dürften für die Unternehmen derzeit mögliche Beeinträchtigungen aufgrund der Ukraine-Krise ebenso eine Rolle spielen wie die jüngsten enttäuschenden Wirtschaftsdaten aus einigen anderen EWU-Ländern.

Es ist aber dennoch nicht davon auszugehen, dass die Konjunkturerholung in Deutschland nach dem sehr starken ersten Quartal nun abbrechen könnte. Die Stimmungsmesszahlen befinden sich schließlich immer noch auf einem komfortablen Niveau. Doch mit etwas weniger Schwung ist im weiteren Jahresverlauf wohl zu rechnen, zumal die Umfrageergebnisse für das Geschäftsklima im laufenden Monat in allen Sektoren der deutschen Wirtschaft rückläufig gewesen sind. Positiv zu vermerken: Vom Exportgeschäft erwarten sich die Unternehmen weiterhin verstärkte Wachstumsimpulse. Die Erholung in Europa verläuft zwar bislang recht kraftlos, aber sie wird weitergehen.

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