Chef der polnischen Zentralbank sorgt für Verwirrung

Euro-Zloty fiel in den zurückliegenden Tagen vorübergehend bis auf 4,0890 PLN und damit auf den niedrigsten Stand seit Mitte April 2013. Profitieren konnte der Zloty im Umfeld der jüngsten EZB-Leitzinssenkung von der zunächst vorherrschenden  Markterwartung eines in Polen unveränderten Leitzinsniveaus sowie einer weiter spürbar an Dynamik gewinnenden Konjunkturerholung. Nachhaltig befestigen konnte sich die polnische Landeswährung jedoch nicht. Für Missstimmung sorgte der wankelmütige Vorsitzende der polnischen Zentralbank Belka. Dieser ändert derzeit –  gefühlt täglich – seine Haltung gegenüber erneuten Leitzinssenkungen. Stand der Dinge heute: Belka schätzt die Wahrscheinlichkeit für eine Lockerung der geldpolitischen Zügel als „sehr niedrig“ ein. Unserer Einschätzung nach ist die Notenbank gut beraten, den Leitzins nicht anzutasten, dürfte doch der Preisdruck mit der weiter an Schwung gewinnenden Wirtschaft allmählich wieder zunehmen. Nicht zu vergessen ist zudem, dass der disinflationäre Druck in Polen in erster Linie von den Komponenten Energie und Nahrungsmittel herrührt – Komponenten, welche besonders von den entsprechenden Weltmarktpreisen bestimmt werden. Eine Notenbank kann dagegen nur wenig ausrichten.

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