Ifo-Umfrage: Deutsche Industrie mit skeptischerem Ausblick

Die deutschen Industrieunternehmen befürchten, dass ihr Auslandsgeschäft unter den Krisen in der Ukraine und im Irak wohl doch stärker leiden wird. Das zeigt die aktuelle Umfrage des ifo-Instituts. Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich im Juni demnach weiter leicht eingetrübt, und zwar vor allem, weil sich die Stimmung im exportabhängigen Industriebereich verschlechtert hat. Die stärker binnenorientierten Sektoren Einzelhandel und Bauwirtschaft verzeichneten im abgelaufenen Monat dagegen einen Anstieg des Geschäftsklimas.

Daraus lässt sich ablesen, dass die Konjunkturdynamik in Deutschland nach dem sehr starken ersten Quartal etwas nachlassen wird. Dennoch ist nicht mit einem Abbrechen der wirtschaftlichen Erholung zu rechnen, vor allem die heimische Nachfrage wird in diesem Jahr für ein Wachstum von etwas über zwei Prozent sorgen. Für das kommende Jahr gehen wir dann von einer etwas schwächeren Wachstumsrate aus, denn das außenwirtschaftliche Umfeld bleibt für die deutschen Unternehmen schwierig. Risiken drohen im Euro-Raum vor allem durch ausbleibende Reformen in Frankreich und Italien.  Und zuhause sorgt das wirtschaftspolitische Umfeld für einige neue Belastungen (Mindestlohn, Rente mit 63).

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