Rubel profitiert von Signalen der Deeskalation in der Ostukraine

Der Russische Rubel profitiert derzeit von den Signalen der Entspannung im Konflikt zwischen der ukrainischen Regierung und pro-russischen Separatisten. Vergangene Woche kletterte er gegenüber dem Euro auf den höchsten Stand seit Januar. Grund hierfür ist vor allem die von Seiten des ukrainischen Präsidenten Poroschenko ausgerufene Waffenruhe und deren am Freitag erfolgte Verlängerung bis heute Abend. Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande forderten die Konfliktparteien zu einer erneuten Verlängerung der Frist auf. Zugleich hält die EU den Druck auf Russland aufrecht. Im Zuge des EU-Gipfels forderten die EU-Staats- und Regierungschefs den Kreml zu „substanziellen Verhandlungen“ über den Friedensplan Poroschenkos auf und drohten, im Einklang mit den USA, mit weiteren Sanktionen. Knackpunkt ist und bleibt die Absicherung der Grenze zwischen der Ukraine und Russland. Die Separatisten wollen die von ihnen besetzten Übergänge nicht aufgeben, befürchten sie doch für diesen Fall, eingekesselt zu werden und ihre Verhandlungsposition deutlich zu schwächen. Die ukrainische Regierung dürfte ihrerseits kaum auf nennenswerte Kompromisse eingehen, solange – zumindest theoretisch – ungehindert Nachschub an Waffen und Kämpfern aus dem östlichen Nachbarland einfließen kann. Zwar ist es noch ein weiter Weg bis zu einer echten Lösung des Konflikts. Derzeit stehen die Zeichen jedoch eher auf Deeskalation. Weitere Fortschritte in dieser Richtung könnten der russischen Landeswährung in den kommenden Tagen Auftrieb geben.

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