Japanischer Yen: Japanische Investoren auf Shoppingtour

Auf kurze Sicht dominieren abermals Risikoabwägungen den Yen-Ausblick. Die Turbulenzen um die portugiesische Bank Espirito Santo weckt unschöne Erinnerungen an den Krisensommer 2012. Auch wenn Renten- und Aktienmärkte in den bekannten Risk-on-Risk-off-Modus zu fallen scheinen, ist das Ausmaß der Turbulenzen am Devisenmarkt äußerst überschaubar. Euro-Yen markiert zwar ein Fünf-Monats-Tief, und der Yen dürfte zunächst weiter latent als Sicherer Hafen gefragt bleiben; die heftigen Kapitalumschichtungen während der Hochzeit der Schuldenkrise dürften dagegen ausbleiben. Apropos Kapitalumschichtungen: jenseits der kurzfristigen, Risiko-getriebenen Umschichtungen gibt es einen anderen wichtigen Trend bei den Kapitalflüssen nach oder vielmehr aus Japan. Japanische Investoren suchen zusehends ihr Anlageglück am ausländischen Bondmarkt, insbesondere die USA und Frankreich sind beliebt. Die frisch veröffentlichten Daten zeigen für Mai japanische Auslandsinvestitionen in einer Höhe, die bereits drei Fünftel aller Portfolioinvestitionen der letzten zwölf Monate entspricht. Die (ohne regionale Aufschlüsselung) verfügbaren wöchentlichen Daten für Juni bestätigen den Trend, dass japanisches Kapital stetig ins Ausland fließt.

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