Aktien: Small-/Mid-Caps dürften zunächst noch outperformen

Wenn sich der Konjunkturzyklus aus einer Rezession herausbewegt, entwickeln sich die Kurse kleiner und mittlerer Unternehmen (Small- und Mid-Caps) erfahrungsgemäß besser als die der großen Gesellschaften (Large-Caps). Dies liegt insbesondere daran, weil sie zuvor meist auch stärker gefallen waren. Tritt der wirtschaftliche Aufschwung in die Sättigungsphase mit sinkenden Wachstumsraten ein, beziehungsweise treten Risiken stärker in den Vordergrund, bevorzugen Investoren hingegen meist Large-Caps, um von der höheren Stabilität und attraktiven Dividenden zu profitieren.

Auch seit März 2009 ist eine deutliche Outperformance der Small- und Mid-Caps zu beobachten. Seit rund einem Jahr zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Zuletzt hinkte die Kursentwicklung der kleineren Unternehmen den Großen sogar leicht hinterher. Wir sind daher der Frage nachgegangen, ob sich nun eine Trendwende anbahnt oder ob Small- und Mid-Caps weiterhin bessere Chancen versprechen.

Wir haben Small- und Mid-Caps im Vergleich zu Large-Caps in den USA und Europa hinsichtlich Kursentwicklung, Gewinnentwicklung und Bewertung untersucht. Dabei kommen wir zum Ergebnis, dass in Deutschland und Europa eine weitere Outperformance der Small- und Mid-Caps aufgrund der dynamischeren Gewinnentwicklung zu erwarten ist. In den USA sehen wir die deutliche Bewertungsprämie, wegen des nur leicht höheren Gewinnwachstums, hingegen nicht als gerechtfertigt an.

 

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