Wetten auf den US-Dollar und gegen den Euro auf hohen Niveaus

Spekulative Investoren wetten zunehmend auf den US-Dollar. So haben die entsprechenden Netto-Long-Positionen dieser Anlegergruppe an der Chicago Mercantile Exchange (CME) mit über 20 Mrd. USD in der vergangenen Woche den höchsten Stand seit Anfang Februar erreicht. „Leittragender“ dieser Entwicklung ist vor allem der Euro. So haben die Wetten gegen die Gemeinschaftswährung in den vergangenen Monaten nicht nur sehr deutlich zugenommen. Mit rund 108.000 Short-Kontrakten (netto) sind diese sogar so ausgeprägt wie seit August 2012 nicht mehr – ein Zeitraum, in dem die europäische Staatsschuldenkrise noch das dominierende Thema war. Offensichtlich sind der erfreuliche Ausblick für die US-Konjunktur und die Erwartung des Endes der ultra-lockeren Geldpolitik der Fed derzeit ebenso überzeugend wie die Drohungen von Mario Draghi und Kollegen zugunsten weiterer expansiver Maßnahmen.

Aus Sicht der Devisenmärkte liefern stark ausgeprägte Positionierungen an der CME Hinweise auf mögliche Korrekturpotenziale. Dies gilt vor allem in Kombination mit einer sehr raschen Wechselkursbewegung der zugehörigen Währungen. Insbesondere für den US-Dollar sollte die Luft nach oben in Folge der jüngsten Aufwertung im Juli (Dollar-Index: +2%) demnach signifikant dünner geworden sein.

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