Japanischer Yen: Sicherer Hafen vs. schwaches BIP in Q2

Der Japanische Yen ist derzeit eine der wenigen Währungen, die dem US-Dollar die Stirn bieten. So kletterte die US-Landeswährung Ende Juli zwar mit 103,15 JPY auf den höchsten Stand seit Anfang April. Wirklich lange hielt die Dollar-Stärke jedoch nicht, fand sich das Währungspaar Ende vergangener Woche doch vorübergehend im Bereich der Marke von 101,50 JPY wieder. In zunehmend unsicheren Zeiten scheint man sich an den Devisenmärkten eben doch wieder an den Sicheren Hafen in Asien zu erinnern. Unterstützend für den Yen kommt hinzu, dass sich der japanische Zentralbankvorsitzende Kuroda weiter von seiner entspannten Seite zeigt. Im Anschluss an die jüngste Notenbanksitzung gab er sich zuversichtlich, dass die japanische Wirtschaft auch weiterhin über Potenzial wachsen wird. Die geopolitischen Risiken würden zwar beobachtet. Direkten Einfluss auf Japans Wirtschaft sehe er jedoch nicht, so Kuroda. Welchen Einfluss die Mehrwertsteuererhöhung auf das Wachstum hat, dürften die BIP-Daten für das zweite Quartal verraten. Diese stehen am frühen Mittwochmorgen auf der Agenda. Die jüngsten Konsum- und Exportzahlen lassen dabei nichts Gutes erahnen. Insbesondere vor dem Hintergrund möglicher Signale einer Entspannung auf internationalem Parkett dürften schwache BIP-Daten dem Yen im Lauf der Woche zu schaffen machen.

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