Ifo-Umfrage: Die vielen Krisen holen auch die deutsche Konjunktur ein

Die Verschärfung der geopolitischen Krisen und die Verhängung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland Ende Juli lasten im August sichtlich auf dem heimischen Wirtschaftsklima. Das zeigt die aktuelle Umfrage des ifo-Instituts. Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich im August zum vierten Mal in Folge abgeschwächt. Dabei dürfte die Ukraine-Krise für das Stimmungsbild eine zentrale Rolle spielen, auch wenn nur rund 10% aller deutschen Exportunternehmen im Russland-Handel aktiv sind. Die Exporterwartungen in der Industrie sind nach ifo-Angaben auf den niedrigsten Stand seit Ende 2012 gefallen.

Für den Ausblick auf die Konjunktur im zweiten Halbjahr ist dabei weniger das immer noch ansehnliche Niveau als die Richtung der Stimmungskennzahlen maßgeblich. Vor rund einem Jahr bewegte sich das Geschäftsklima auf ähnlichem Level und es folgten vier starke Konjunkturquartale. Allerdings war die Entwicklung damals nach oben gerichtet, heute nach unten. Wir erwarten daher für das zweite Halbjahr 2014 zwar keinen Einbruch, aber eine merkliche Verlangsamung des Wachstums. Unsere Wachstumsprognose für das Gesamtjahr haben wir bereits auf 1,5 % gesenkt.

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