Schottland entscheidet sich für die Union

Die Schotten haben gewählt, und die Unabhängigkeitsbefürworter mussten sich geschlagen geben. Nachdem 93,8% der Stimmen gezählt waren, hatten nur vier der schottischen Regionen sich für die Unabhängigkeit ausgesprochen. Insgesamt wurden 1.822.880 Stimmen benötigt, um den Wahlsieg davonzutragen. Bisher haben die Unionisten 1.914.187 Stimmen, die Unabhängigkeitsbefürworter dagegen nur, für sie enttäuschende, 1.539.920. Die Unionisten haben das Referendum also mit 55,42% für sich entschieden.

Das Thema der schottischen Unabhängigkeit ist damit vom Tisch. Für das Pfund bedeutet das „back to business as usual“, und auch die Bank of England wird sich erleichtert zurücklehnen. Dennoch wird das Referendum nicht spurlos an Großbritannien vorbeigehen. Die politischen Nachwehen werden die Briten in den kommenden Monaten auch weiter beschäftigen. David Camerons Entscheidung, den Schotten noch kurz vor dem Referendum Zugeständnisse zu machen, dürfte auch in anderen Regionen des Vereinten Königreichs Begehrlichkeiten geweckt haben. Eine Diskussion über erweiterte Befugnisse und eventuelle fiskalpolitische Freiheiten ist unausweichlich. Hinzu kommt, dass Camerons Entscheidung, die Schotten mit Versprechen zu einem „Nein“ zu bewegen, innerhalb seiner eigenen Regierung höchst kontrovers diskutiert wurde und auch weiterhin wird. Dies wird sich auch auf die Wahl im kommenden Frühjahr auswirken.

Was die Finanzmärkte betrifft, wird die Erleichterung darüber, dass das Referendum glimpflich ausgegangen ist, aber zunächst dominieren. Das Pfund hat schon heute morgen deutlich zugelegt und handelt gegenüber dem Euro nahe 3-Jahres-Hoch bei 0,7880.

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