Gold sollte kurzfristig eine Relative Stärke gegenüber den Industriemetallen ausbilden

Wir haben kürzlich darauf hingewiesen, dass wir von einer Relativen Stärke des Goldpreises im Vergleich zu risikobehafteten Anlagen ausgehen. Dies ist bezogen auf die Industriemetalle tatsächlich auch passiert. Wir rechnen damit, dass sich diese Entwicklung zunächst weiter fortsetzt.

Die globalen Konjunkturpessimisten haben derzeit die Oberhand. Zudem grassiert die Befürchtung, dass die vielfältigen Krisen (IS, Ebola-Risiken, Ukraine/Russland-Konflikt) auch die Wachstumsdynamik in den USA abschwächen könnten. Als Folge steigt die Unsicherheit unter den Kapitalanlegern deutlich an – ergo: die Bereitschaft Risikopositionen zu fahren, fällt.

Die merkliche Abkühlung der globalen Wachstumsdynamik und insbesondere die Stimmungseintrübung innerhalb der Industrie setzen aktuell auch den Basismetallen zu. Wir gehen davon aus, dass der konjunkturelle Gegenwind durchaus noch zunehmen kann und reduzieren daher unsere Basismetall-Preisprognosen für das 4Q2014 und das 1Q2015 nach unten. Damit fällt beispielsweise die 6-Monats-Kupferprognose von 6.850 auf 6.600 US-Dollar je Tonne.

Da wir mit Blick auf 2015 eine weltweite BIP-Wachstumserholung von 3,3% auf 3,8% antizipieren und die chinesische Regierung über punktierte Stimulierungsmaßnahmen versuchen wird, das offizielle Wachstumsziel von 7,5% zu halten, sehen wir für unsere Industriemetall-Prognosereihe ab 2Q2015 keinen Anpassungsbedarf.

Die steigende Risikoaversion, die aktuell erhöhten Wachstumsunsicherheiten und die gefallenen Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen führen zu einer marginalen Anhebung unserer Goldpreisprognose für das 4Q2014 und das 1Q2015. Die 6-Monatsprognose steigt demzufolge von 1.100 auf 1.150 US-Dollar je Unze an. Strukturell bleibt der Gold-Gegenwind 2015 (starker US-Dollar und US-Leitzinswende) aber bestehen, sodass wir unsere langfristige Preisprognose von 1.100 US-Dollar je Unze unangetastet lassen.

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