Ukraine-Krise – Nach der Wahl ist vor der Wahl der Separatisten

Die Parlamentswahl in der Ukraine hat am Sonntag für einen klaren Sieg der pro-westlichen Parteien gesorgt. Der Poroschenko-Block des Ministerpräsidenten erreichte ebenso wie die Volksfront-Partei von Regierungschef Jazenjuk ungefähr 21% der Stimmen. Befürchtungen, dass die Ausrichtung des neuen Parlaments äußerst nationalistisch werden könnte, haben sich somit nicht bestätigt. Die russische Regierung wird das Ergebnis der Parlamentswahl anerkennen, äußerte aber gleichzeitig Verständnis für das Vorhaben der Separatisten, die Anfang November in der Ostukraine eigene Wahlen planen. Die Lage in der Ukraine bleibt damit auch in den nächsten Wochen angespannt, da weiterhin das Risiko einer Abspaltung droht. Vor diesem Hintergrund stehen dem Rubel weiterhin turbulente Zeiten bevor. So setzte sich nach der Ukraine-Wahl der Abwertungskurs des russischen Rubels gegenüber dem Euro weiter fort. Die Notenbank dürfte nach den erfolglosen Devisenmarktinterventionen nun erneut versuchen, dem Rubel unter die Arme zu greifen. Vom Markt wird mit großer Mehrheit erwartet, dass die CBR am Freitag den Leitzins anheben wird, was zumindest kurzfristig für Erleichterung sorgen könnte.

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