Lage am US-Arbeitsmarkt weiter aufgehellt, Arbeitslosenquote erneut gesunken

Auch im Oktober hat sich in den Vereinigten Staaten der robuste Stellenaufbau fortgesetzt, dies zeigt der heute veröffentlichte offizielle Arbeitsmarktbericht. Außerhalb der Landwirtschaft erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um 214.000 Personen. Dadurch setzte sich bei der Arbeitslosenquote der Abwärtstrend fort – mit nur 5,8 Prozent fiel sie auf den niedrigsten Wert seit Juli 2008. Die solide Beschäftigungsdynamik kommt auch darin zum Ausdruck, dass das Stellenplus der beiden Vormonate noch nach oben revidiert wurde. Im abgelaufenen Monat sind damit den neunten Monat in Folge mehr als 200.000 neue Stellen geschaffen worden. Mit einem Stellenplus von 181.000 war der Dienstleistungsbereich erneut der überragende Jobmotor, dem „nur“ 28.000 neue Stellen bei den güterproduzierenden Unternehmen gegenüber standen. Dennoch wäre ohne den Industriesektor und ohne die Bauwirtschaft das derzeitige Tempo beim Aufbau von Arbeitsplätzen kaum möglich. Im Dienstleistungssektor arbeiten mit fast 100 Millionen Beschäftigten zwar etwa fünfmal so viele Beschäftigte wie im produzierenden Bereich, dennoch geben Industrie und Bau der Arbeitsmarkterholung einen wichtigen Impuls. Die Dynamik beim Stellenaufbau in der Güterproduktion ist nämlich leicht höher als im Servicebereich: Während sich bei den Dienstleistern die Zahl der Beschäftigten seit Dezember 2013 um 1,9 Prozent erhöht hat, vermelden die produzierenden Betriebe eine Steigerung um 2,1 Prozent. Hinzu kommt noch, dass bei diesem Vergleich nur die Zahl der unmittelbar in diesen Branchen Beschäftigten erfasst wird. Die Beschäftigung in Betrieben, die unternehmensnahe Dienstleistungen erbringen, dürfte indirekt vom Wiedererstarken der Güterproduktion profitieren und der gesamte Beschäftigungseffekt ist also noch größer.

Der auf einer breiten Basis stehende Stellenaufbau am US-Arbeitsmarkt dürfte sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen, darauf weisen die Stimmungsumfragen hin. Die Beschäftigungskomponente der Einkaufsmanagerbefragungen im Dienstleistungssektor und bei den Industriebetrieben durch das ISM-Institut notieren schon seit einigen Monaten deutlich oberhalb der Marke von 50 Punkten. Im Servicebereich sprang bei der Oktoberumfrage der Beschäftigungsindex nochmals sichtbar in die Höhe und erreichte mit 59,6 Punkten den höchsten Wert seit August 2005.

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