Ifo-Index: Ölpreis und Euro verhelfen zum ersten Anstieg seit dem Frühjahr

Der wohl wichtigste Indikator für die Stimmung in der deutschen Wirtschaft – das ifo-Geschäftsklima – ist im November erstmals seit dem Frühjahr wieder angestiegen. Noch im Oktober war der ifo-Index auf den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren gesunken. Im abgelaufenen Monat haben sich nun sowohl die Geschäftserwartungen als auch die Einschätzung der aktuellen Lage der Unternehmen wieder etwas erholen können. Das gibt Anlass zur Hoffnung, dass die deutsche Wirtschaft nicht auf eine Rezession zusteuert, sondern sich zu Jahresbeginn 2015 allmählich aus der Quasi-Stagnation der letzten Monate lösen kann.

Eine wichtige Rolle für die Stimmungsverbesserung haben wohl der kräftige Rückgang des Ölpreises und die Schwäche des Euro gespielt. Besonders die deutsche Industrie profitiert von der Kostenentlastung auf der Energieseite und der gestiegenen preislichen Wettbewerbsfähigkeit, sie äußert sich nun auch wieder etwas optimistischer im Hinblick auf ihr Exportgeschäft. Wenn die Belastungen durch die geo­politischen Krisen im kommenden Jahr etwas an Bedeutung verlieren, wird die deutsche Konjunktur auch wieder an Fahrt aufnehmen. Mehr als ein Wachstum von rund 1% ist für 2015 aber dennoch nicht zu erwarten.

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