Aktienmärkte: Ein Wort zur aktuellen Rallye

Die internationalen Aktienindizes haben sich in diesem Monat deutlich erholt. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass nicht alle Aktienmärkte weltweit an dieser Rallye teilgenommen haben. Maßgeblich gestiegen sind insbesondere die Indizes derjenigen Märkte, bei denen die Notenbanken (oder die Politik) positive Liquiditätsimpulse bereits geliefert haben (u.a. Japan) oder die Fantasie für solche langfristig aufrechterhalten (Europa).

Bereits im Zeitraum 2011 bis Herbst 2014 verhalfen die extrem expansiven Notenbanken den Aktienmärkten zu ansehnlichen Kursgewinnen, obwohl die Gewinnentwicklung der Unternehmen währenddessen stagnierte. Im Spätsommer des laufenden Jahres kam dann Ernüchterung auf als klar wurde, dass die zahlreichen geopolitischen Risiken ihren Tribut zu fordern beginnen und das volkswirtschaftliche Wachstum deutlich hinter den zuvor gehegten (und eingepreisten) Erwartungen zurück bleiben würde.

Solange die Hoffnung auf neue geld- und fiskalpolitische Impulse anhält, dürften Aktien weiterhin gefragt bleiben und eine gute Performance zeigen. Mittelfristig muss sich bei den Unternehmen jedoch die operative Entwicklung besser darstellen als es heute der Fall ist. Ansonsten droht erneut eine Abkoppelung der Aktienmarktentwicklung von der Gewinnentwicklung der Unternehmen. Die jüngsten Kursgewinne an den Aktienmärkten stünden erneut auf einem sandigem Fundament, das im Wesentlichen aus dem Vertrauen in die Notenbanken besteht.

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