EM-Währungen gehen unterschiedlich mit Euro-Schwäche um

Die wiederaufgeflammte Krise in Griechenland hat dem Euro einen enttäuschenden Start in das Jahr 2015 beschert. Einen genaueren Blick ist die Reaktion der Schwellenländerwährungen auf den breit angelegten Schwächeanfall des Euro wert. Gemein ist ihnen, dass dieser an keiner EM-Währung spurlos vorbeigeht. Allerdings sind die Spuren, die der Ausverkauf des Euro bei ihnen hinterlassen hat, unterschiedlich. Während sich die CE3-Währungen hiervon in der ersten Handelswoche des Jahres zeitweise sehr stark verunsichern ließen, nutzen die großen EM-Währungen, wie die türkische Lira oder der südafrikanische Rand, die Euro-negative Stimmung, um sich gegenüber diesem zu behaupten. Erklärt werden kann die differenzierte Reaktion der beiden EM-Währungsgruppen u.a. mit der wirtschaftlichen und finanziellen Verbundenheit (oder eben Nicht-Verbundenheit) mit der Eurozone. Während das Wohl und Wehe der CE3-Staaten und damit auch ihrer Währungen maßgeblich von der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone abhängt, spielt diese für die südafrikanische und die türkische Wirtschaft eine weit weniger wichtige Rolle. Daher sind Rand und Lira derzeit in der komfortablen Lage, den Entwicklungen in der Eurozone gelassener gegenüberzustehen und wesentlich unbeschwerter ins neue Jahr starten zu können.

 

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