Ifo-Index: Schwächerer Euro wirkt positiv auf die Konjunktur

Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Januar 2015 zum dritten Mal in Folge angestiegen, nachdem er im vergangenen Oktober den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren markiert hatte. Im abgelaufenen Monat haben sich sowohl die Geschäftserwartungen der Unternehmen als auch die Einschätzung der aktuellen Lage weiter verbessert. Dabei deutet vieles darauf hin, dass neben dem niedrigeren Ölpreis vor allem der schwächere Euro-Kurs von den Unternehmen als positiver Faktor wahrgenommen wird.

Zwar kann die Öffnung der EZB-Geldschleusen, wie sie am vergangenen Donnerstag beschlossen wurde, in den aktuellen Umfrageergebnissen ebenso wenig eine Rolle spielen wie natürlich auch der gestrige Ausgang der Griechenland-Wahlen. Der Anstieg der Exporterwartungen zeigt aber, dass sich die deutsche Industrie vom schwächeren Euro-Kurs Rückenwind für ihr Auslandsgeschäft erhofft. Seit dem Stimmungstief im Oktober hat der Eurokurs gegenüber dem US-Dollar um mehr als 10 Prozent eingebüßt, und das Ende der Abwertung dürfte damit noch nicht erreicht sein. Zwar ist die deutsche Wirtschaft nicht erster Adressat der enorm expansiven EZB-Politik, doch sie dürfte davon vor allem über die Wechselkurseffekte mit am stärksten profitieren.

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