Oh ich kauf mir was…

Das Konsumklima in Deutschland ist so gut wie lange nicht mehr. Die Verbraucher sind sehr optimistisch, was ihre Einkommensperspektiven angeht, und angesichts der niedrigen Zinsen hat das Sparen seinen Reiz verloren. Das führt dazu, dass die Anschaffungsneigung im laufenden Monat auf den höchsten Wert seit Dezember 2006 gestiegen ist – damals stand eine Mehrwertsteuererhöhung unmittelbar bevor.

Trotz der internationalen Krisen sind die deutschen Verbraucher derzeit wieder optimistischer für die Konjunktur, die Skepsis vom letzten Herbst ist neuer Zuversicht gewichen. Das trägt dazu bei, dass sich die Einkommensperspektiven so gut darstellen wie lange nicht. Die Beschäftigung in Deutschland bewegt sich weiter auf Rekordniveau, und die erzielten Einkommenssteigerungen erhöhen die Kaufkraft angesichts der gesunkenen Inflationsrate umso stärker.

Gleichzeitig gibt es angesichts der niedrigen Zinsen kaum einen Anreiz, das Geld auf der Bank zu lassen. Die Sparneigung der Bürger befindet sich laut GfK momentan „im freien Fall“.

Kaufen ist also so attraktiv wie lange nicht mehr, und das wird vorerst auch so bleiben. Schon im Schlussquartal 2014 trugen die private Konsumausgaben mehr als die Hälfte zum Wirtschaftswachstum bei, und auch für 2015 gehen wir von einer anhaltend robusten Konsumkonjunktur aus. Wir erwarten, dass der private Konsum preisbereinigt um 1,7 Prozent wächst und damit eine der Hauptstützen der wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung bleibt.

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