Die EZB – der Turbo für das deutsche Wachstum

Das anstehende EZB-Staatsanleihenkaufprogramm setzt den Euro weiter unter Druck und der Euro ist gegenüber dem US Dollar auf den tiefsten Stand seit 2003 gefallen. Der Wechselkurs ist zwar keine offizielle Zielgröße der EZB Politik, aber ein schwächerer Euro ist sicherlich willkommen. Insbesondere das deutsche Wirtschaftswachstum sollte hiervon profitieren. So dürfte das deutsche Exportwachstum wegen der Euroschwäche um rund 1,5 %-Punkte höher ausfallen. Das Wirtschaftswachstum sollte einen Schub von etwa 0,5%-Punkten bekommen.

Die Frühindikatoren für die Industrie, wie Ifo-Index und Einkaufmanagerindex, sind in den letzten Monaten auch bereits angestiegen. Besonders erfreulich hat sich aber auch das deutsche Konsumentenvertrauen entwickelt. Hier kommen mehrere günstige Faktoren zusammen: Hohe Beschäftigung, steigende Löhne und eine rückläufige Inflation, was zusammen mit den steigenden Löhnen zu einer merklichen Zunahme der realen Kaufkraft bei den privaten Haushalten geführt hat.

Insgesamt sollte der private Konsum im laufenden Jahr kräftige Wachstumsimpulse für das deutsche Wirtschafswachstum geben. Daneben dürften aber auch die Exporte weiterhin eine wichtige Rolle spielen, da durch den schwachen Euro die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte weiter steigen sollte. Insgesamt rechnen wir mit einem BIP-Wachstum von 1,8% gg. Vj. in 2015.

 

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