EZB und nationale Zentralbanken halten das Tempo weiter hoch

Nachdem die erste QE-Berichterstattung letzten Montag recht enttäuschend ausfiel, weil nur Rechenschaft über die ersten drei Tage des sogenannten Public-Sector-Purchase-Programmes abgelegt wurde, erschien gestern nun der erste Report, der Public-Sector-Anleihe-Ankaufaktivitäten von vollen fünf Handelstagen abdeckt.

In der vergangenen Woche wurden Ankäufe in Höhe von 16,5 Mrd. Euro gesettled. Zur Erinnerung: Aufgrund des T+2 Settlements bezieht sich dieses Volumen auf Ankäufe, welche die nationalen Zentralbanken und die EZB von Donnerstag, den 12.03. bis zum Mittwoch den 18.03. getätigt haben.

Nachdem in den ersten drei Tagen des Public-Sector-Purchase-Programmes im Schnitt täglich circa 3,3 Mrd. Euro an Public-Sector-Anleihen angekauft wurden, wurde dieses Tempo nun mit erneut durchschnittlich 3,3 Mrd. Euro pro Tag aufrechterhalten. Ein Volumen von 16,5 Mrd. Euro pro Woche oder 3,3 Mrd. Euro pro Tag liegt weiterhin oberhalb dessen, was notwendig wäre, um das Monatsziel von 50 Mrd. Euro zu erreichen. Rein rechnerisch wären durchschnittlich etwa 2,4 Mrd. Euro pro Tag ausreichend, um ein Monatsziel von 50 Mrd. Euro zu erreichen.

Unsere Vermutung, dass die EZB und die nationalen Zentralbanken somit in gewisser Weise erst einmal in „Vorleistung“ gehen, um etwaige Angebotsengpässe auszubalancieren, scheint sich somit zu bestätigen.

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