Spanische Wirtschaft erhöht ihr Wachstumstempo

Ihrem im letzten Jahr erreichten Nimbus als eine der Wachstumslokomotiven innerhalb der Währungsunion ist Spanien auch im ersten Quartal gerecht geworden. Mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von +0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal konnte die Wirtschaft auf der iberischen Halbinsel sogar beim Wachstumstempo noch einen Gang höher schalten. Damit haben sich die Wachstumsraten seit dem Beginn der Erholung im Sommer 2013 kontinuierlich gesteigert.

Auch wenn das Statistikamt INE mit der Schnellschätzung keine aufgeschlüsselten Daten zu den Verwendungskomponenten des Bruttoinlandsprodukts veröffentlicht hat, gibt es doch aus den bislang vorliegenden Daten zum ersten Quartal Indikationen. Angetrieben von einer weiteren Verbesserung am Arbeitsmarkt, niedrigeren Ölpreisen und von umfangreichen Steuersenkungen zum Jahreswechsel dürften die privaten Haushalte ihre Konsumausgaben weiter gesteigert haben. Auch der Staatsverbrauch sollte das Wachstum beflügelt haben, nachdem dieser im Schlussquartal 2014 noch kräftig auf die Bremse getreten hatte. Von den Netto-Exporten dürfte ein mehr oder weniger neutraler Wachstumsbeitrag gekommen sein.

Erfreulich ist, dass die Unternehmen ihre Investitionen weiter erhöht haben. Dies ist auch ein wichtiges Indiz dafür, dass die Erholung der spanischen Wirtschaft in diesem und im kommenden Jahr weiter voranschreitet und die Wirtschaftsleistung in der Breite zulegen kann. Wir erwarten für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von mindestens +2,5 Prozent, womit Spanien ein wichtiger Wachstumsmotor bleiben dürfte.

Artikel bewerten


Vielen Dank für Ihre Wertung. Ihre Wertung:
Aktuell ist noch keine Bewertung vorhanden. Seien Sie der Erste! Aktuelle durchschnittliche Bewertung des Artikels: 0

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *