Euro-Dollar mittelfristig unter Druck – langfristig Licht am Ende des Tunnels

Die bislang für die ersten drei Monate veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA waren alles andere als berauschend. Dies hat uns dazu veranlasst, unsere Wachstumsprognose für 2015 deutlich zu senken und zudem unsere Euro-Dollar-Prognose auf den Prüfstand zu stellen. Zwar halten wir an unserer Euro-Skepsis auf mittlere Sicht fest. Eine anhaltende Abwertung unter Parität halten wir nun jedoch für unwahrscheinlich. Auf Sechsmonatssicht sehen wir den Euro-Dollar-Wechselkurs dann leicht über der Parität. Hierfür spricht, dass die US-Wirtschaft nach einem schwachen ersten Quartal von Aufholeffekten profitieren wird. Zudem wird der Euro nicht nur von der Griechenland-Krise belastet, sondern auch durch die expansive Haltung der EZB.

Mit Blick auf den Zwölfmonatshorizont sieht das Bild anders aus. Zwar wird die Fed im März 2016 die Zinsen anheben und somit den US-Dollar kurzfristig beflügeln können. Bis dahin werden aber auch erste Tapering-Diskussionen im Euroraum die Runde machen, wovon der Euro profitieren sollte. Durch das Abwägen beider Ereignisse kommen wir zu dem Schluss, dass der Euro zum Ende unseres Prognosehorizonts insgesamt wieder die Nase vorn haben wird. Auf Zwölfmonatssicht sehen wir Euro-Dollar somit wieder im Bereich der heutigen Niveaus. Für Euro-Investoren bedeutet dies, dass mittelfristig die Anlage in Fremdwährungsanleihen durchaus attraktiv sein dürfte. Langfristig ist jedoch mit einer Trendwende in der Entwicklung von Euro-Dollar zu rechnen.

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