Schicksalswoche für Griechenland?

Am Freitag muss die Regierung in Athen 300 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zahlen und niemand weiß, ob das Land dieses Geld hat. Kommt es nun zum vielzitierten GREXIT? Ich glaube nicht.

Die geografische Region, in der Griechenland liegt, ist politisch sehr instabil. Daher ist der politische Wille sehr groß, Griechenland im Euroraum zu halten. Man wird also weiterhin den möglichen Spielraum ausloten, um letztlich doch noch zu einer Einigung zu finden. Ein Scheitern der Verhandlungen, falls es soweit kommen sollte, dürfte dann hauptsächlich den überzogenen Forderungen Griechenlands oder den ungeschickten Verhandlungsstrategien der Regierung geschuldet sein. Ob es allerdings wirklich schon zum Showdown kommt, ist immer noch nicht ganz klar, da sowohl Griechenland als auch der IWF ein Interesse daran haben könnten, die fällige Zahlung um einige Wochen zu verschieben, sie mit weiteren Fälligkeiten zu bündeln und damit mehr Zeit für Verhandlungen zu haben.

Falls Griechenland in der kommenden Woche die fällige Zahlung an den IWF jedoch nicht leistet, dürfte dies grundsätzlich nicht viel an der jetzigen, schon lange andauernden Hängepartie ändern. Die Ratingagenturen dürften das Rating für Griechenland zunächst konstant halten und die EZB sollte das ELA Programm fortführen. Für den IWF würde eine solche Entwicklung jedoch einen deutlichen Gesichtsverlust bedeuten

Wie immer sich Griechenland verhalten wird, es dürfte sich zunächst nichts ändern. Der Druck auf Griechenland allerdings sollte weiter steigen.

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