2016: Comeback der Fundamentaldaten am Aktienmarkt

Anlässlich einer Pressekonferenz riet EZB-Chef Mario Draghi Investoren in der letzten Woche, sich an Phasen mit erhöhter Volatilität zu gewöhnen. Zweifellos bezog er diese Aussagen auf den Rentenmarkt. Obwohl weder direkt angesprochen noch betroffen, folgten die Aktienmärkte dieser Bewegung. Aktuell notiert der DAX gut 10% unter seinem am 10. April erreichten Allzeithoch.

In der aktuellen Phase der Verunsicherung drängen sich nach unserer Einschätzung in Bezug auf den Aktienmarkt vor allem zwei Fragen auf: a) Ist der Wendepunkt erreicht, sehen wir gerade das Ende der Hausse, die 2009 begann? und b) Wo liegt der faire Wert des DAX, also das Niveau, auf das er fallen müsste, wollte man den Indexstand fundamental rechtfertigen?

Wir sind NICHT der Meinung, dass Anleger dem DAX schon jetzt den Rücken kehren sollten, denn die Grundannahmen unserer Argumentation für steigende Kurse (gute konjunkturelle Dynamik und dadurch steigende Gewinne sowie Unterstützung durch die EZB) laufen weiter. Die Höchststände könnten im Jahresverlauf nochmals anvisiert werden, weshalb DAX & Co. taktisch interessant sind.

2016 dürfte die Unterstützung durch die Notenbanken aber auslaufen und die EZB-Prämie sukzessive ausgepreist werden. Per Juni 2016 rechnen wir mit einem Indexstand auf Höhe des fairen Wertes bei 11.000 DAX-Punkten. (Euro Stoxx 50: 3.500 Punkte).

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