Atom-Konflikt mit Iran beigelegt – positive Nachricht für die Weltwirtschaft

Die langen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sind offenbar zu einem guten Ende gekommen. Aus Wien wird eine Einigung zwischen Iran und den Uno-Vetomächten gemeldet. Iran verpflichtet sich, sein Atomprogramm zurückzufahren und auf den Bau von Atomwaffen zu verzichten. Damit können die Wirtschaftssanktionen, die das Land über viele Jahre erheblich belastet haben, nun endlich gelockert werden.

Iran zählt weltweit zu den Ländern mit den größten Öl- und Gasreserven. Durch die Sanktionen war der Export von Öl und Gas zwar nicht gänzlich unterbunden worden, doch erheblich eingeschränkt. Nach ersten Berichten plant die iranische Regierung nun, die Ölexporte annähernd zu verdoppeln, von bislang 1,2 auf 2,3 Millionen Barrel pro Tag.

Auf dem Weltmarkt für Rohöl herrscht derzeit ohnehin eine Überversorgung. Der Preis für ein Barrel Brentöl ist in den letzten Tagen wieder deutlich unter die Marke von 60 US-Dollar gefallen – möglicherweise bereits in Erwartung der Einigung von Wien. So schnell dürfte es mit dem Ölpreis vor dem Hintergrund eines allenfalls moderaten globalen Wirtschaftswachstums und fehlender Einigkeit im Kreis der wichtigsten Produzentenländer auch nicht wieder aufwärts gehen.

Für die Weltwirtschaft ist das ein gutes Signal. Der Schub, den die Konjunktur in den Industrieländern durch den niedrigen Ölpreis bekommen hat, bleibt erst einmal bestehen. Die Preise an den hiesigen Tankstellen könnten sogar noch ein bisschen weiter nach unten rutschen. Es bleibt mehr Geld in den Portemonnaies der Verbraucher für andere Ausgaben, was die Aussichten für die robuste Binnenkonjunktur in Deutschland weiter unterstützt.

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