Was sind die Implikationen des „Iran-Deals“ für den Rohölpreis?

Vergangene Woche haben sich die P5+1-Staaten (China, Frankreich, Großbritannien, Russland,  USA und Deutschland)und der Iran nach langem Ringen auf ein endgültiges Atomabkommen geeinigt, das Iran im Gegenzug für die Aufhebung von Wirtschafts- und Finanzsanktionen den Weg zur nuklearen Bewaffnung perspektivisch verbauen soll.

Der „Iran-Deal“ soll Mitte Oktober 2015 formell verabschiedet werden. Den für die Aufhebung des größten Teils der UN-, US- & EU-Sanktionen entscheidenden „Implementation Day“ verorten wir auf Mitte März 2016, so dass der Iran zu diesem Zeitpunkt damit beginnen kann, seine Exportvolumina wieder zu normalisieren.

Bereits zum Jahresbeginn 2016 wird Teheran damit starten, einen Gutteil seiner „schwimmenden Lagerbestände“ (~30 Mio. Barrel) unter Duldung der P5+1-Staaten in den Markt zu pflegen. In einer ersten Phase nach Aufhebung der Sanktionen erscheint es uns realistisch, dass der Iran seine Exportmengen bis Jahresmitte 2016 um 0,4 mbd auf 1,7 mbd erhöhen kann. Für das 2H2016 unterstellen wir einen weiteren Exportzugewinn von 0,2 mbd auf 1,9 mbd. Gleichzeitig haben sich auch noch andere Rahmenparameter verändert wie z.B. Wachstumsausblick für China und die Stabilisierung der US-Explorationsaktivität.

Insgesamt rechnen wir daher in den kommenden Monaten nur mit einer leichten Erholung des Ölpreises. Somit sollte der Ölpreis auch in den kommenden Monaten das Wachstum der Weltwirtschaft unterstützen.

Artikel bewerten


Vielen Dank für Ihre Wertung. Ihre Wertung:
Aktuell ist noch keine Bewertung vorhanden. Seien Sie der Erste! Aktuelle durchschnittliche Bewertung des Artikels: 5.00

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *