Bank of England bemüht sich um zeitnähere Kommunikation mit der Öffentlichkeit

Eine Reihe von Daten der zweiten Reihe (Einkaufsmanagerindex, Häuserpreise, Industrieproduktion) bereitet das Britische Pfund auf das Wochenhighlight am Donnerstag in Form der Notenbanksitzung vor. Auch wenn eine Zinsänderung zu diesem Termin nahezu ausgeschlossen werden kann, wartet eine gänzlich ungewohnte Neuerung auf uns: Die Bank von England will ihre Kommunikationsstrategie mit der Öffentlichkeit verbessern und veröffentlicht daher (erstmals mit der kommenden August-Sitzung) das Abstimmungsverhältnis ihrer Zinsentscheidungen bereits zusammen mit dem eigentlichen Ergebnis. Wir müssen also nicht mehr zwei Wochen nach einem BoE-Treffen warten, bis wir durch die Minutes erfahren, wie knapp eine Entscheidung gewesen ist. Dies kommt gerade zur rechten Zeit – immerhin überschlagen sich seit einigen Wochen ja die Spekulationen auf eine umgehende Zinswende in Großbritannien, die wir selbstredend auch weiterhin für maßlos überzogen halten. Dass die Notenbank ihre Entscheidungen ausgerechnet jetzt transparenter machen will, ist übrigens kein versteckter Hinweis darauf, dass schon bald richtungsweisende Entscheidungen (sprich: Zinswende) anstehen. Vielmehr ist dieses Vorgehen bereits im Dezember 2014 beschlossen worden, zusammen mit einer Verringerung der jährlichen Sitzungen von zwölf auf acht ab 2016. Sterling dürfte sich auch in der neuen Woche gut behaupten, wobei der „Super-Donnerstag“ mit Zinsentscheidung, Abstimmungsverhältnis und neuen Projektionen klar im Mittelpunkt stehen sollte.

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