US-Arbeitsmarkt glänzt weiterhin mit robuster Beschäftigungsdynamik

Auch mit der Bekanntgabe der Juli-Daten sind die guten Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt nicht abgerissen. Nach dem heute veröffentlichten offiziellen Bericht hat sich die Zahl der Beschäftigten im Juli um 215.000 erhöht, darüber hinaus wurden die Zahlen der beiden vorangegangenen Monate noch leicht nach oben revidiert. Mit allein fast 200.000 neuen Stellen sorgte wieder hauptsächlich der Dienstleistungsbereich für Schub, aber erfreulich ist auch ein kleines Plus von 17.000 im güterproduzierenden Bereich. Einen kleinen Makel hat diese Zahl allerdings: Die zuvor für die Monate Mai und Juni gemeldete Stagnation wurde mit der heutigen Veröffentlichung jeweils zu einem leichten Rückgang. Der Stellenaufbau ist in der Industrie weiterhin nur sehr schwach und wegen des niedrigen Ölpreises werden im Bergbau weiter Stellen gestrichen. Dennoch gibt es kaum Zweifel daran, dass auch in den kommenden Monaten der US-Arbeitsmarkt mit einer robusten Beschäftigungsdynamik glänzen wird. Darauf weist einerseits die zuletzt nochmals deutlich in die Höhe gesprungene Stimmung bei den Managern im Servicebereich hin. Aber auch die Befragungen in der Industrie zeigten im Juli bezüglich Beschäftigung verbesserte Werte, sodass aus diesem Bereich eigentlich keine zunehmenden Belastungen zu erwarten sind.

Ein erneuter Rückgang der Arbeitslosenquote ist zwar ausgeblieben (zumindest in der ersten Nachkommastelle), aber die Quote von 5,3 Prozent stellt den tiefsten Wert seit sieben Jahren dar. Die Zahl der Arbeitslosen lag um fast 1,4 Millionen niedriger als im Vorjahresmonat. Der anhaltende Schwung am Arbeitsmarkt hat sich im Juli auch sichtbar in einem Rückgang der Zahl derjenigen niedergeschlagen, die ungewollt „nur“ Teilzeit arbeiten. Die Zahl der Teilzeitarbeiter aus gesamtwirtschaftlichen Gründen ist seit Jahresbeginn um eine halbe Million gesunken, allein im vergangenen Monat wurde ein Rückgang um 180.000 verzeichnet.

Alles in allem: Der heutige Arbeitsmarktbericht hat den Druck auf die amerikanische Zentralbank weiter erhöht, die Zinszügel erstmals leicht zu straffen. Bei den Löhnen ist zwar immer noch kein deutlicher Aufwärtsdruck zu erkennen. Aber je länger sich der Jobmotor mit nahezu unvermindertem Tempo weiter dreht, steigt das Risiko einer plötzlichen und dann auch deutlichen Zunahme bei der Lohndynamik.

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