Gold: Fundamentaler Unterbau trübt sich weiter ein

Der Goldpreis ist zuletzt in Richtung unseres Kurzfristpreisziels von 1.150 US-Dollar gelaufen. Profitieren konnte Gold von der Yuan-Abwertung und der Befürchtung, dass dies die Initialzündung für einen globalen „Abwertungswettlauf“ sein könnte. Wir teilen diese Ängste nicht, da die durch die chinesische Zentralbank initialisierte Abwertung unseres Erachtens eine angemessene Reaktion auf den konjunkturellen Dynamikverlust in China darstellt.

Primär fußt die positive Goldpreisbewegung auf markttechnischen Argumenten. Einige Marktteilnehmer wurden auf dem falschen Fuß erwischt und mussten ihre Verkaufspositionen glattstellen. Währenddessen trübt sich der fundamentale Gold-Unterbau weiter ein. Die globale Goldnachfrage ist im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich um 12% auf 915 Tonnen gefallen. Alle wichtigen Nachfrageaggregate sind gesunken. Vor allem die Schmuck- und Investmentnachfrage sind spürbar zurückgefallen. Aber auch die Zentralbankenkäufe haben sich verlangsamt.

Angesichts der geschilderten Gemengelage gehen wir mittelfristig von einem auf 990 US-Dollar fallenden Goldpreis aus, wofür insbesondere ein aufwertender US-Dollar und die bevorstehende US-Leitzinswende verantwortlich zeichnen.

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