DAX: Kurzfristig intakte Abwärtsbewegung

Nachdem bereits am Dienstag zum ersten Mal seit Januar ein Schlusskurs unterhalb der steigenden 200 Tage-Linie (aktuell bei rund 10.950 Punkten) etabliert wurde, setzte sich auch gestern die abwärts gerichtete Kursentwicklung der vergangenen Handelstage weiter fort. Auch die Handelseröffnung an der Wall Street löste am Nachmittag kein neues Kaufinteresse bei den deutschen Blue Chips aus.

Damit konnte der DAX seine Chance nicht nutzen, im Bereich des wichtigen Durchschnitts zumindest eine Erholungsbewegung zu initiieren. Zusammen mit dem immer ungünstigeren zyklentechnischen Aktienmarktumfeld und dem auf Basis der Befragungen abzuleitenden strategischen „Optimismus“ der Investoren stellt sich zumindest mittelfristig ein negativ zu interpretierenden technisches Gesamtbild dar. Mit dem nachhaltigen Durchbruch unter die 200 Tage-Linie kann sich durchaus noch einmal eine deutlichere „Enttäuschungswelle“ am Markt etablieren.

Kurzfristig dürfte zunächst das Julitief bei 10.650 Punkten weiteren Verlusten beim DAX entgegenwirken. Auf diesem Niveau sollten sich noch einmal spekulative Erholungschancen ergeben. Ein weitergehendes Kurspotenzial als bis in den Bereich der 200 Tage-Linie um 10.950 Punkte (sog. „pull back“-Bewegung) kann jedoch nicht abgeleitet werden. Ein nachhaltiger Durchbruch auch unter das Tief vom Juli hätte demgegenüber Anschlussrisiken bis in die Unterstützungszone zwischen 10.050 und 9.800 Punkte zur Folge.

1. Widerstand 11.150 / 2. Widerstand 11.280

1. Unterstützung 10.650 / 2. Unterstützung 10.050

TAnalyse-2015-08-20

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