DAX: Im freien Fall

Auch gestern setzte sich die abwärtsgerichtete Bewegung der vergangenen Handelstage beim deutschen Blue Chip-Index fort. Nach einer ersten Verkaufswelle, die den DAX gleich deutlich unter das ehemalige Jahrestief bei 10.650 Punkten drückte, erfolgte zunächst eine Erholungsbewegung. Mit dem schwachen Handel an der Wall Street am Nachmittag bildete sich dann jedoch erneut ein deutlicher Angebotsüberschuss, das den DAX auf rund 10.400 Punkte fallen ließ.

Damit gelang es dem Index gestern nicht, auf Basis des ehemaligen Jahrestiefs und der markant „überverkauften“ Situation (siehe „Projection Oscillator“ in der Grafik) zumindest eine nachhaltige Erholung zu initiieren. Dies bedeutet, dass als „fallendes Messer“ weiterhin alle antizyklischen Positionen auf der Longseite recht risikobehaftet sind.

Mit dem nachhaltigen Durchbruch unter die zumindest psychologisch wichtige 200 Tage-Linie am Mittwoch erscheint insgesamt die in diesem Jahr recht ausgeprägte strategische Zuversicht der Investoren im Hinblick auf die Aktienanlage zu schwinden. Es sieht so aus, als ob der Markt gerade den Preis für diesen Optimismus „zahlt“. Zusammen mit dem ungünstigen zyklischen Ausblick eines traditionell schwachen Aktienmonats „September“ ergeben sich damit noch weiter gehende Kursrückschlagsrisiken, die bis in die Unterstützungszone zwischen 10.050 und 9.800 Punkte reichen.

1. Widerstand 10.650 / 2. Widerstand 10.955

1. Unterstützung 10.050 / 2. Unterstützung 9.800

TAnalyse-2015-08-21

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