DAX: Im hoch volatilen Crash-Modus

Auch die deutliche Abgabenwelle am Freitag verlockte in der neuen Handelswoche zunächst kaum die Marktteilnehmer auf der Käuferseite am deutschen Aktienmarkt aufzutreten. Fast den gesamten Handel über beherrschte ein markanter Angebotsüberschuss die Kursentwicklung beim DAX. Erst mit Hilfe einer Erholung an der Wall Street am Nachmittag wurden dann auch beim deutschen Blue Chip Index die Verluste eingegrenzt.

Insgesamt befinden sich die internationalen Aktienmärkte im „Crash-Modus“. Als einer der letzten wichtigen Aktienmarktindizes vollendete der US-amerikanische S&P 500 Index am vergangenen Freitag mit dem Bruch der 2.040 Punkte-Marke ein formationstechnisches „Rechteck-Top“. Mit dem Abverkauf zum Wochenanfang konnte der DAX dann auch nicht mehr die charttechnische Unterstützung um 9.800 Punkte verteidigen. Hierdurch ergeben sich unter charttechnischen Gesichtspunkten weitergehende Anschlussrisiken, die bis zur nächsten wesentlichen Unterstützung um 8.900 Punkte reichen (siehe Grafik).

Weiterhin sollte somit die oberste Devise lauten, sich nicht „zu früh“ gegen einen dynamisch laufenden negativen Trendverlauf zu stellen. Auch wenn das kurzfristig taktische Sentiment am deutschen Markt aktuell bereits einen ausgeprägten Grad an „Pessimismus“ erkennen lässt und der DAX gestern fast schon eine günstiger zu interpretierende „Hammer“-Tageskerze bildete, bedarf es heute noch der charttechnischen Bestätigung, um eine antizyklische Position auf der Longseite außerhalb des Zeitrahmens eines „Day-Tradings“ zu rechtfertigen.

1. Widerstand 9.800 / 2. Widerstand 10.050

1. Unterstützung 9.340 / 2. Unterstützung 8.900

TAnalyse-2015-08-25

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