DAX: Das Konstrukt einer „ABC“-Erholung bekommt einen Dämpfer

Erneut einen deutlichen Rückschlag im laufenden Stabilisierungsprozess musste der deutsche Blue Chip-Index am Freitag verkraften. Fast den gesamten Handelsverlauf über dominierte ein latenter Angebotsüberschuss die Kursentwicklung beim DAX. Von den deutlichen Zugewinnen der Vorwoche (rund 1.000 Punkte vom Tief zur Spitze) wurde jedoch insgesamt recht wenig abgeben.

Im Anschluss an die massiven Abgaben zu Anfang August zeigte sich vom 24. bis zum 27. August eine erste Aufwärtswelle. Diese wurde nun gefolgt von einem „Luftholen“. Der Versuch der Etablierung eines neuen Kaufimpulses, welches sich am Donnerstag andeutet hatte, konnte somit zum Wochenschluss nicht bestätigt werden. Die Grunderwartung der Bildung einer „ABC“-Erholung bekommt hierdurch zwar einen Dämpfer, sollte jedoch nicht verfrüht zu den Akten gelegt werden (siehe Grafik).

Aus charttechnischer Sicht besitzt eine idealtypische „ABC“-Erholung ein weitergehendes Kurspotenzial bis 10.650 Punkte (dem Bewegungstief vom 8. Juli) bzw. bis knapp 10.800 Punkte (61,8%-Fibonacci-Retracement der crashartigen Abwärtsbewegung). Dieses sollte jedoch recht zügig ausgeschöpft werden. So kann weiterhin noch kein mittelfristiger Bodenbildungsprozess abgeleitet werden. Wir gehen daher davon aus, dass im weiteren Verlauf zumindest mit einer erneuten Abwärtsbewegung in Richtung der Jahrestiefs um 9.340 Punkte gerechnet werden muss.

1. Widerstand 10.380 / 2. Widerstand 10.650

1. Unterstützung 9.930 / 2. Unterstützung 9.340

TAnalyse-2015-09-07

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