Marktpositionierung – zurück in Richtung Null?

Die exzessiven Marktbewegungen der vergangenen Wochen haben auch im spekulativen Markt deutliche Spuren hinterlassen. Tatsächlich wäre es nicht übertrieben, von einem reinigenden Gewitter zu sprechen. Besonders deutlich ist dies im Fall von EUR-USD und USD-JPY. So haben sich die spekulativen Short-Positionen in EUR-USD seit Anfang August fast halbiert, während die spekulativen USD-JPY Long-Positionen um beeindruckende 85% gefallen sind (eine solch drastische Bereinigung spekulativer Positionen war in diesem Währungspaar zuletzt im Jahr 2007 zu beobachten). Auch in anderen Währungspaaren sind zuletzt rückläufige Nettopositionierungen zu beobachten, selbst wenn diese bei weitem nicht so extrem ausfielen. Ausnahmen sind der Austral-Dollar und der kanadische Dollar: Beide haben aufgrund der negativen Entwicklungen in China und den Rohstoffmärkten deutlich an Boden verloren und bleiben auch weiterhin unter Druck. Doch auch bei diesen Währungen hat sich die spekulative Positionierung zumindest stabilisiert. Das Resultat dieser Entwicklungen ist nicht nur eine deutliche Rücknahme der ausstehenden spekulativen US-Dollar-Longs, sondern auch der ausstehenden spekulativen Positionen insgesamt. Mit anderen Worten: Der Überhang spekulativer Marktpositionierungen, der noch vor wenigen Wochen massiv war und als solcher eine signifikante Hürde für Investoren darstellte, ist nun bereinigt.

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