Euro-Arbeitslosenquote stabil – Ausblick etwas eingetrübt

Die harmonisierte Arbeitslosenquote des Euroraums zeigte sich im August mit 11,0% stabil gegenüber dem Vormonat. Damit waren einer Schätzung von Eurostat im gesamten Euroraum rund 17,6 Millionen Menschen als arbeitslos registriert. In Deutschland verringerte sich die Rate ein weiteres Mal auf nun 4,5% und weist damit zugleich den niedrigsten Wert in der gesamten Europäischen Union aus. Auch in Italien zeigte sich ein weiterer Rückgang der Arbeitslosenquote auf 10,9%. Dieser fiel aber nicht so stark aus wie noch im Juli, als die Quote um ganze 0,5% absackte. In Frankreich setzte sich hingegen der Negativtrend fort. Die Quote erhöhte sich auf 10,8%.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat konnten 15 der 19 Euro-Mitgliedsländer Ihre Arbeitslosigkeit reduzieren. Nur in Belgien, Österreich und Frankreich verschlechterte sich die Lage am Arbeitsmarkt etwas und in Finnland deutlicher.

Die Indikatorenlage für den Arbeitsmarkt hatte sich zuletzt etwas eingetrübt. Laut den Umfrageergebnissen der Einkaufsmanager (PMI) sank der Jobindex in der Industrie auf ein Sieben- und im Servicesektor auf ein Achtmonatstief. Dabei gaben die Unternehmen an, dass der Fokus vorerst auf einer Steigerung der Produktivität läge. Der Gesamtindex, der sich aus den beiden Teilbereichen Industrie und Dienstleistungen zusammensetzt, fiel auf den schwächsten Wert seit Januar 2015. Damit notiert der Beschäftigungsindex aber weiterhin im expansiven Bereich oberhalb der 50-Punkte Schwelle und deutet einen weiteren Stellenaufbau in den kommenden Monaten an.

Auch aus konjunktureller Sicht wird eine weitere Verbesserung der Situation am Arbeitsmarkt signalisiert. So blieb der Euroraum konjunkturell im zweiten Quartal auf Erholungskurs und auch für das dritte Quartal weisen wichtige Frühindikatoren, wie die Einkaufsmanager oder das Wirtschaftsvertrauen, auf ein gutes Wachstumsergebnis hin. Der niedrige Ölpreis und der schwache Euro-Außenwert dürften den Industriesektor weiter entlastet und die Auftragslage im Exportsektor gestützt haben, was die Beschäftigungslage insgesamt verbessern dürfte.

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