DAX: Abbau der „überkauften“ Situation

Nach einer schwachen Handelseröffnung bildete sich gestern am deutschen Aktienmarkt zunächst ein neues Kaufinteresse von Seiten der Investoren heraus. Eine zur Schwäche neigende Wall Street am Nachmittag ließ dann jedoch die zuvor erzielten Zugewinne wieder dahinschmelzen.

Nach den deutlichen Zukäufen seit Ende September stellt sich mit den bislang zu beobachtenden Abgaben in dieser Woche zunächst einmal ein Abbau der zuvor kurzfristig „überkauften“ Situation im DAX dar (siehe „Projection Oscillator“ in der Grafik). Dies bietet nach dem Ende des traditionell schwachen Aktienmonats September insgesamt eine Basis für eine Fortsetzung der „Jahresendrally“. Im strategischen Kontext ergibt sich dennoch erst oberhalb des letzten mittelfristigen Reaktionshochs vom 9. September bei 10.515 Punkten eine charttechnisch deutlichere Aufhellung.

Noch dominiert ein auf Basis der Markttechnik (Indikatoren) angezeigtes antizyklisches Verkaufssignal das kurzfristige Chartbild. Hierdurch erscheint die Annahme einer fortgesetzten Konsolidierungsbewegung weiterhin gerechtfertigt. Ein weiteres Abtauchen in Richtung der zuletzt etablierten Tiefs um 9.340/25 Punkte sollte vor diesem Hintergrund keine Überraschung darstellen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der DAX hierbei jedoch neue Jahrestiefs herausbildet, erscheint mit Blick auf die günstige saisonale Komponente nicht besonders hoch zu sein.

1. Widerstand 10.100 / 2. Widerstand 10.380

1. Unterstützung 9.780 / 2. Unterstützung 9.340

TAnalyse-2015-10-15

 

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