DAX: Draghi gießt Öl in das Feuer der Bullen

Die Ausführungen von Mario Draghi bei der gestrigen EZB-Pressekonferenz, ggf. im Dezember das Anleihen-Kaufprogramm noch einmal auszuweiten, führten an den Finanzmärkten zu massiven Kursverschiebungen. So konnte der deutsche Blue-Chip-Index nicht nur ein neues Bewegungshoch im laufenden kurzfristigen Aufwärtstrend etablieren, sondern fast schon das Reaktionshoch vom 9. September bei 10.512 Punkten erreichen.

Die Anmerkungen des EZB-Präsidenten fallen aktuell auf einen saisonal fruchtbaren Boden. So wird hierdurch die Erwartungshaltung vieler Marktteilnehmer gestützt, dass mit einer fortgesetzten – saisonal üblichen – „Jahresendrally“ am Aktienmarkt zu rechnen ist. Mit dem Erreichen des Reaktionshochs vom September beginnt jedoch die Zone, die beim DAX gespickt ist von weiter gehenden charttechnischen Widerstandsmarken. Diese stehen einer dynamisch aufwärts gerichteten Bewegung damit entgegen. Zu nennen ist hier das lokale Tief von Anfang Juni um 10.650 sowie die 200-Tage Linie um 11.030 Punkte.

Trotz der potenziell neuen geldpolitischen Stimulanz von Seiten der EZB im Dezember gehen wir daher weiterhin davon aus, dass die laufende Stabilisierung aktuell Schwierigkeiten haben wird, noch einmal dynamisch weiter zu laufen. Idealtypisch für einen technisch günstigen strategischen Ausblick am Aktienmarkt wäre daher die Herausbildung eines „dritten Abwärtsbeins“.

1. Widerstand 10.515 / 2. Widerstand 10.650

1. Unterstützung 10.200 / 2. Unterstützung 9.890

TAnalyse-2015-10-23

 

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