EWU-Einkaufsmanagerindizes im Oktober: Guter Start ins Schlussquartal

Die Geschäftsentwicklung großer Unternehmen im Euro-Raum wird von ihren Einkaufsmanagern im Oktober wieder etwas besser eingeschätzt. Der Gesamtindex für die EWU stieg von 53,6 auf 54,0 Indexpunkte und konnte damit den Abstand zur Wachstumsschwelle von 50 Punkten wieder etwas ausbauen. Insgesamt startet die Wirtschaft im Euro-Raum damit erfreulich in das laufende Schlussquartal 2015. Trotz jüngster Verbesserungen bleibt es aber dabei, dass die französische Volkswirtschaft nicht nur Deutschland, sondern auch dem Durchschnitt des Währungsgebiets hinterher läuft.

Maßgeblich hat der Dienstleistungsbereich zu der Verbesserung in der EWU beigetragen. Der Teilindex für die Industrie kam dagegen nicht von der Stelle. Die Steigerungsrate der Industrieproduktion ließ gegenüber dem September leicht nach. Auftragseingang und Beschäftigungsaufbau verlangsamten sich, sodass der Industriesektor insgesamt auf dem Vormonatsniveau verharrte. Die befragten Dienstleister zeigten sich dagegen in allen Teilbereichen optimistischer und glichen damit die dämpfenden Wirkungen aus der Industrie mehr als aus.

Auf Länderebene konnte der deutsche Gesamtindex 0,4 Punkte zulegen und steht aktuell bei 54,5 Indexpunkten. Damit startet die deutsche Volkswirtschaft recht erfreulich in das vierte Quartal. Die Verbesserung ist auch hier auf den Dienstleistungsbereich zurückzuführen. Die befragten Unternehmen wiesen demnach das stärkste Geschäftswachstum seit sieben Monaten aus. Die Geschäftsaussichten für die nächsten zwölf Monate trübten sich jedoch leicht ein. Die Gründe dafür liegen – nach Angaben von Markit – in der gestiegenen wirtschaftlichen Unsicherheit sowie im Fachkräftemangel. Die Industrie verzeichnete einen geringeren Zuwachs beim Auftragseingang im Exportgeschäft. Namentlich wird hier die nachlassende Nachfrage aus China und Russland erwähnt.

Die französischen Daten haben im Oktober positiv überrascht. Diesmal ging es sowohl für den Gesamtindex als auch für die beiden Teilindikatoren wieder etwas nach oben. Beim Gesamtindex, der von 51,9 auf 52,3 Indexpunkte stieg, bleibt aber ein deutlicher Abstand zum EWU-Durchschnitt bestehen. Im Gegensatz zum Trend in der EWU konnte der Index für die französische Industrie zulegen und erreichte sogar ein 19-Monatshoch. Eine leicht steigende Produktion und ein Zuwachs bei den Auftragseingängen, immerhin der erste seit 18 Monaten, schoben die Industrie in Frankreich an.

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