EWU-Wirtschaftswachstum im 3. Quartal – Vorausschau: Gemischte Signale

Im Euro-Raum ist die Berichtssaison für das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal eröffnet worden. Bereits am vergangenen Freitag legten drei Mitgliedsländer ihre Schnellschätzungen vor. Bis zum Ende der kommenden Woche folgen dann die meisten anderen Euroländer mit dem Abschluss des EWU-Bruttoinlandsprodukts am Freitag, den 13. Oktober. Böse Überraschungen sehen wir trotz des „Unglücksdatums“ aber nicht. Wirklich klar ist das Bild für das abgelaufene dritte Quartal dennoch nicht.

Denn während auf der einen Seite Frühindikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes (PMI von Markit) oder das Wirtschaftsvertrauen (ESI der EU-Kommission) wachstumsfreundliche Signale senden, spiegeln harte Daten zum Außenhandel oder zur Industrieproduktion diesen Optimismus nicht wider. Zudem fielen die ersten Schnellschätzungen in Spanien, Belgien und Österreich schwächer aus als im Vorquartal. Zusammengenommen machen diese Länder zwar nur einen Anteil von rund 19 Prozent an der EWU-Wirtschaftsleistung aus. Sie liefern aber in der Regel schon eine gute Indikation für das anstehende Euro-Aggregat.

Wir erwarten für das 3. Quartal eine weitere leichte Eintrübung beim EWU-Wirtschaftswachstum, von +0,4 im 2. Quartal auf nunmehr +0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

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